Just do it! 10 Tipps für Blogger und sollche die es werden wollen

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In meiner Xperten-Chat Reihe auf Facebook vom 21.April 2015, stand Daniela Heggmaier (PR – Corporate Publishing – Blogs – Vorträge – Kreatives Schreiben) Rede und Antwort auf Fragen rund ums „Bloggen leicht gemacht“.

Daniela ist seit 1996 ausgewiesene Fachfrau wenn´s ums Schreiben geht und stand selbst mir mit dem kleinen aber feinen “Perlen”-Tipp, bereits sehr praxisnah und pragmatisch, hilfreich zur Seite.

Da ich selbst wieder aktiver ins Blog-Geschäft einsteigen möchte, habe ich ihr meine TOP 10 Fragen gestellt und Daniela hat sie mir alle beantwortet.

Viel Spaß beim lesen und umsetzen!

1. Wie wichtig ist es dass der Blog genauso aussieht wie meine Website?

Wiedererkennbarkeit ist wichtig, spart Zeit und Geld, die Leser erkennen das Unternehmen/den Bloggenden auf einen Blick, die Positionierung der Marke wird vorangetrieben.

2. Wie und Wo finde ich Themen für meinen Blog?

Ihr Themenplan kann sich unter anderem an den folgenden Faktoren orientieren:

  • Jahreszeiten
  • Messen, Veranstaltungen
  • Aktuelle Entwicklungen aus Politik, Forschung, Gesetzgebung, Trends, Statistiken
  • Product Roadmap: Einführung neuer Produkte, Services
  • Product Roadmap der Partner: Einführung neuer Produkte, Services
  • Agenda Setting: Themen von Co-Bloggern, Medien, Meinungsführern, Büchern

Gute Tipps gibt es auch in meinem Artikel Wie Sie Themen für Ihren Blog finden.

3. Sollte ich einen Redaktionsplan haben?

Ja! Alles wird leichter, wenn Sie sich im nächsten Schritt einen Redaktionsplan erstellen, so wie es auch die Printmagazine tun.

Gerade Blogger, die auf Kooperationen hoffen, brauchen einen Plan. Legen Sie sich eine Tabelle an und tragen Sie Informationen zu den folgenden Rubriken ein:

  • Datum: Für welches Datum ist der Blogpost geplant?
  • Events, Aktionen, Messen: Was steht in Ihrem Marketing-Plan für diesen Zeitraum? Welche Veranstaltungen besuchen Ihre Zielgruppe und Sie? Sind alle beim Public Viewing bei der Fußball-WM und haben eh keine Zeit, Ihren Blog zu lesen?
  • Feiertage, Jahreszeit: Ist grad Ostern oder Weihnachten? Wollen Sie Tipps zum Winteranfang geben?
  • Titel des Blogposts
  • Quellen : Recherchequellen, Interviewpartner, Links, Literatur, Studien
  • Tags
  • Kategorie
  • Zielgruppe
  • Aktion
  • Weiterverwendung: Thema kann in anderen Kanälen unterschiedlich aufbereitet werden
  • Autor
  • Bild: Foto, Zeichnung, Cartoon, Collage, Infografik, etc.
  • Podcast
  • Budget

4. Macht es überhaupt Sinn einen Blog zu schreiben?

Aus meinem Blog-Artikel Bloggen oder nicht bloggen – Acht Gründe für ein eigenes Online Medium, hier meine acht Gründe, warum ich blogge:

  1. Mir macht Bloggen Spaß! Ich liebe es zu schreiben und zu fotografieren.
  2. In meinen Blogs kann ich Erfahrungen weitergeben, Informationen teilen und etwas lernen.
  3. Mit Blogs kann man Geld verdienen, z.B. durch die Steigerung des Bekanntheitsgrades, durch Werbeaktionen oder weil mein Blogbeitrag genau in dieser Woche eine Kundin überzeugt, die meinen Blog schon seit Monaten verfolgt und heute sagt: „Mensch, jetzt hab ich Zeit und Mittel, lass uns ein Projekt gemeinsam machen!“
  4. Mit Blogs lassen sich elegant und unaufdringlich Verbindungen zu interessanten Meinungsbildnern und Netzwerkpartnern aufbauen und pflegen.
  5. Mit Blogs kann man von Referenzen und Empfehlungen profitieren.
  6. Blogs ermöglichen mir einen Dialog mit Mehrwert: Vom Leser-Feedback zu lernen ist eine Bereicherung!
  7. Blogs machen PR und bringen Themen in die traditionellen Print- und audiovisuellen Medien.
  8. Wo sonst haben Personen und Unternehmen im Social Media-Zeitalter die Möglichkeit, ihre Persönlichkeit, Kompetenz, Kreativität, Ideen und ihr Netzwerk so suchmaschinentauglich darzustellen? Und dazu so unaufdringlich und nutzbringend für bestehende und potentielle Kunden?

5. Wie fange ich an zu schreiben?

Erstmal die Themen aus dem Themenplan abarbeiten, Fragestellungen von Kunden beantworten, FAQ behandeln.

Fangen Sie einfach an: Alles wird leichter, wenn Sie jeden Tag schreiben! Üben, üben, üben, dann geht es irgendwann von alleine! Auch wenn Sie weder den roten Faden, die spannende Geschichte, den genialen Einstieg gefunden haben: Legen Sie einfach los und schreiben sie auf, was Ihnen gerade einfällt. Versuchen Sie das wenigstens 15 Minuten lang. Dann dürfen Sie aufhören und ein paar Stunden später oder am nächsten Tag daran weiterarbeiten. Sie werden sehen, dass Ihnen beim Schreiben so viele Ideen kommen, dass Sie dann nicht mehr aufhören wollen! Übung macht den Blogger! Machen Sie eine Gewohnheit daraus!  Schließen Sie einen Vertrag mit sich selbst ab! Wenn Sie jeden Tag schreiben, trainieren Sie Ihr Gehirn aus unterschiedlichen  Perspektiven heraus zu denken, schließlich schreiben Sie ja für ein Publikum! Auch wenn Sie ein wenig Lampenfieber haben am Anfang: Glauben Sie mir, das verschwindet!

Einer Mastermind Gruppe anschließen: Gemeinsam schreibt sich´s leichter, Feedback bringt einen weiter.

6. Wie oft sollte ich einen Artikel schreiben?

Häufigkeit der Blogposts: Würden Sie eine Zeitung kaufen, in der jeden Tag dasselbe steht? Sicher nicht. Und so ist es auch bei den Lesern Ihres Blogs.

Finden sie regelmäßig interessante Artikel, die aktuelle Themen behandeln, kommen sie immer wieder. Auch die Suchmaschinen schätzen hohe Schreibfrequenz. Durch jeden neuen Blogpost haben mehr Menschen Gelegenheit, Sie zu finden! Je mehr Blogs, desto mehr Besucher, desto mehr Traffic, desto mehr Stammleser, desto mehr neue Besucher, desto mehr Reichweite!

Prinzipiell gilt: Qualität vor Quantität! Lieber vier gut recherchierte, spannende Blogposts pro Monat als 20 uninteressante Me-Too-Texte. Wenn Sie aber die Zeit aufbringen können und wollen und es Ihr Ziel ist, Ihren Leserkreis zu erweitern, dann sollten Sie auch Ihre Veröffentlichungsfrequenz steigern. Regeln sind dazu da, gebrochen zu werden: Während manche Blog-Päpste von mehrmals täglich posten sprechen – was mich als Leser z.B. stört – empfehlen einige einen wöchentlichen Turnus, die meisten Blogger senden 2-3 mal die Woche ihre Blogposts in die Welt.

Sie entscheiden! Wenn Sie genug Zeit und Themenauswahl haben, fragen Sie doch einfach Ihre Leser nach der gewünschten Blogfrequenz!

7. Macht es Sinn die Kommentarfunktion auf dem Blog zu aktivieren?

Ja! So kommen Sie in Dialog mit dem Leser. Können Zusatzknow-how platzieren, Verbindungen aufbauen, von Fragen an Ihr Themenfeld profitieren, Ideen für die nächsten Blogartikel bekommen. Alternative: Die Diskussion soll auf Facebook stattfinden.

Einen interessanten Artikel hierzu hat Michael Hyatt geschrieben und seine Gründe warum er die Kommentarfunktion von seiner Blogseite verbannt hat.

8. Soll ich meinen Blog mit Social Media verknüpfen und automatisieren?

Verknüpfen ja, automatisieren, nein!

Lieber für jeden Kanal für jeden Blogpost individualisiert einen Antexter formulieren. Der Blog aber soll alle anderen Kanäle abbilden: Facebook, Twitter, Pinterest, LinkedIn, Instagram etc. Sich teilbar machen! Kommt aufs Zeitbudget an.

9. Wie lang sollte ein Artikel sein?

Laut einer Untersuchung von Medium sinkt die Aufmerksamkeit der Leser nach ca. sieben Minuten ab. Bei einer durchschnittlichen Lesegeschwindigkeit von 200 bis 250 Wörtern pro Minute also bei 1.400 bis 1.750 Wörtern.

Die Artikellänge spielt aber auch unter SEO-Gesichtspunkten eine Rolle: Nach einer Untersuchung von serpIQ hat die Länge des Contents einen Einfluss auf das Ranking. Längere Artikel ranken höher in den Suchergebnissen als kürzere Texte. Und: längere Texte haben mehr Backlinks und werden auch häufiger geteilt. Size matters!

Interessant an dieser Stelle auch der Artikel Auf die Länge kommt es an: So sieht der ideale Content für Blogs, Facebook, Twitter und Co. aus von t3n.

10. Wie wichtig sind Bilder im Artikel?

Prinzipiell gilt: Kein Blogbeitrag ohne Bild!

Mit diesem Eyecatcher wecken Sie Interesse für Ihr Thema, sie ziehen RSS-Leser in Ihren Bann und wecken Aufmerksamkeit in Social Media. Mit einfachen Mitteln können Sie Emotionen vermitteln und über Ihr Thema informieren. Denn: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Stimmt doch, oder? Oder schauen Sie beim Zeitunglesen nicht zuerst die Bilder an? Hier geht es darum, in welche Form wir Ihre Geschichten bringen, damit Ihr Publikum gerne, schnell und positiv aufnimmt.

Nutzen wir die Macht der Bilder! 90 Prozent der Informationen, die wir täglich aufnehmen, sind visueller Natur. Unser Gehirn verarbeitet Bilder 60.000-mal schneller als Text. Deshalb arbeiten Magazine wie Focus so stark mit Infografiken und Fotos. Bilder bekommen mehr Likes als Textbeiträge oder Links. Auf Facebook werden Posts mit Bild doppelt so oft kommentiert, als ohne.

Wie sonst erklärt sich der Erfolg von Pinterest und Instagram: Menschen lieben Bilder! Bilder schaffen Sympathien. Und damit Geschäfte.

Mein Fazit

Das bloggen gibt mir die Möglichkeit mehr Inhalt und Leser-relevante Informationen, suchmaschinentauglich, darzustellen, als es die schnelllebigen Statusmeldungen auf Facebook & Co. vermögen. Durch das gezielte verteilen der Beiträge kann ich mich in meinem Fachgebiet positionieren, für mehr Reichweite sorgen.

Mein nächstes ToDo auf der Liste wird ein Redaktionsplan sein und, ganz wichtig: Wenn ich meinem Netzwerk, meinen Fans und meinen Kunden gut zuhöre dürfte es kaum einen Mangel an Blogbeiträgen geben.

Just do it!

Veröffentlicht von: Marjeta Prah-Moses

Seit 2009 selbständig, ist Wordpress nun seit über sieben Jahren meine Leidenschaft. Von Entrepreneure, über Grafiker, bis zu den kleinen, mittelständischen Unternehmen, unterstütze ich alle die sich auf den Weg zur eigenen Website machen.

Categories: Allgemein

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