Meine persönlichen 5 Tipps für einen kleinen Online-Shop

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Lesezeit: 5 Minuten, 56 Sekunden

Hand aufs Herz. Wer saß schon mal vor seinem fertigen Produkt, mit vor Stolz geschwellter Brust und der unbändigen Vorfreude dieses Herzstück unters Volk zu bringen? Selbst, ohne Online-Shop wie z.B. Amazon, bei der man einer von vielen ist und auch noch etwas von seinem Gewinn abgeben darf. Na?

slider9-komm-mit-2017Also, ich wollte das. Meinen „Komm mit 2017“ – Postkartenkalender (#passionproject2016) unters Volk bringen ohne dass ich von Haustür zu Haustür gehen muss. Komfortabel Online zu bestellen und mit allen Möglichkeiten die mir zur Verfügung standen und noch stehen.

Aller Online-Shop Anfang

Zu allererst musste ich mir klar werden: Was, für wen und wie? Und daraus ergaben sich folgende Anfoderungen die zu erfüllen waren:

  • Ein Produkt, ohne Variablen
  • Für Familien & Bergfreunde
  • Mit WordPress als CMS und dem Divi Theme als Layout-Basis
  • Klar und einfach strukturiert
  • Online-Shop Plugin mit
    • Rechnungen
    • Lieferschein
    • Vorkasse
    • PayPal
    • Sofortüberweisung
    • Gutscheine
  • Rechtssicher mit smartem Prozessablauf
  • Gute Fotos (klar)

Damit von meinen Erfahrungen nun nichts verloren geht, gibt es hier meine 5 Tipps für einen kleinen Selfpublishing Online-Shop mit WordPress.

1. Eigene Website (Landingpage) mit eigener URL

Für mich war schnell klar: Ich möchte mit dem Postkartenkalender eine ganz eigene Domain mit ganz eigenem Look & Feel haben. Losgelöst von meiner marjeta-prah-moses.de Website (die den Fokus auf WordPress und Webdesign hat).

Ein Logo von der bezaubernden Sabine Bitterlich hatte ich aus der Zeit „Ich will ein Ausflugsbuch schreiben“ noch da und damit bereits die Farben die ich verwenden wollte.

Das technische Know-How hatte ich mit WordPress bereits und das Theme Divi war wegen seiner Flexibilität, bereits gesetzt.

2. wpShopGermany oder WooCommerce

Das sind die beiden Plugins die ich als Online-Shop Plugin für WordPress empfehle.

wpShopGermany Professional

Ich persönlich habe mich bei meinem Shop für das Plugin wpShopGermany Pro entschieden.

Primär weil es aus Deutschland kommt und damit inkl. der Dokumentation und des Forums, auf Deutsch ist. Es ist übersichtlich und einfach einzustellen. Ohne dass man daran groß schraubt, hat man sofort nach der Installation einen laufenden Online-Shop.

b-online-shop-wpshopgermanyDie Produkte werden einzeln angelegt und bekommen einen Shortcode. Diesen Shortcode kann man überall wo man gerne das Produkt mit Titel, Beschreibung, Preis und Warenkorb-Button haben möchte, einfach einfügen.

Außerdem kann man einstellen dass man gerne die unvollständigen Bestellungen sieht. Auch sehr interessant.

Wer es gerne, so wie ich, individuell haben möchte, kann über eigene Templates jede Seite wie z.B. Warenkorb, Kasse usw. und jede Email nach seinen Wünschen aufhübschen. OK, da kann man sich auch lange mit spielen…

WpShopGermany Pro darf auf EINER WordPress Domain laufen, vieles (und das ist tatsächlich so) ist einstellbar und bei den Bezahlarten gibt es keine Einschränkungen.

Kosten: 45 € zzgl. MwSt.

Hinzu kamen noch Kosten für die Module (Erweiterungen):

  • Rechnungen: 20 € zzgl. MwSt.
  • Lieferschein: 15 € zzgl. MwSt.

Machte zusammen: 80 € zzgl. MwSt.

WooCommerce

WooCommerce kann als kostenfreies Plugin installiert werden oder man wählt bei WooCommerce aus bereits fertigen kostenpflichtigen WooThemes aus, auf der WooCommerce bereits im Theme integriert ist.

Damit es hier in Deutschland rechtssicher läuft, empfiehlt es sich das zusätzliche German Market Plugin zu installieren.

Kosten (inkl. Rechnung & Lieferschein): 99 € inkl. MwSt.

Inklusive rechtlich relevanter Inhalte, integrierter Rechnungserstellung, Anbindung an dein Buchhaltungssystem, Bearbeitung von Stornos und vielem mehr. (Quelle: German Market)

Beide, wpShopGermany und WooCommerce, kommen mit einem großen Rucksack an Erweiterungen die man aktivieren und/oder zubuchen kann.

Das wpShopGermany Plugin machte mir allerdings einen aufgeräumteren Eindruck. Einmal konfiguriert ist die Bedienung sehr einfach. Das Update, das ich vor ein paar Tagen gemacht habe, lief reibungslos durch. Die Einstellungen kann man vorher alle lokal sichern.

3. Rechtssicher über IT-Recht Kanzlei München

Bei einem eigenen Online-Shop kommt, noch vor der Bedienerfreundlichkeit, die Rechtssicherheit.

Folgende Seiten sollten dabei nicht fehlen:

  • Impressum
  • Datenschutzerklärung
  • Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
  • Wiederruf

Für rechtssichere Texte nutze ich den Dienst der IT-Recht Kanzlei München.

Dort habe ich mich als Mandant angemeldet. Über das kostenfreie Plugin wpShopGermany IT-Recht Kanzlei wird mein Mandanten Konto mit wpShopGermany per API Token, verbunden. Füge den jeweiligen Shortcode auf die einzelnen Seiten wie z.B. AGB und schon habe ich immer aktuelle und rechtssichere Texte auf meinem Online-Shop und kann mich entspannt zurücklehnen.

Kosten für die IT-Recht Kanzlei Dienstleistung: 9,90 € monatlich zzgl. MwSt.

4. Bezahlmethoden

Ich habe mich bewusst nur auf drei gängige Bezahlmethoden fokussiert:

  • Vorkasse
  • Paypal
  • Sofortüberweisung

Paypal

Um Paypal nutzen zu können müsst ihr ein Paypal Konto haben und diesem sagen dass ihr als Händler unterwegs seid. Ihr braucht, um es mit wpShopGermany zu verbinden, eine Client ID und eine Secret Zahlen/Buchstabenreihe.

Wenn ihr unter 5.000 € monatlichem Umsatz bleibt, kostet Euch das Bezahlen über Paypal: 1,9% + 0,35 € pro inländische Transaktion

Wichtig zu wissen

Paypal könnt ihr nur an Euren Online-Shop anbinden wenn Eure Seite ein SSL Zertifikat hat, sprich über https:// erreichbar ist. Das würde ich bei einem Online-Shop aber eh IMMER empfehlen.

Die Paypal Gebühren dem Kunden mit auf die Rechnung zu schreiben gehört nicht zum guten Ton. Dann lieber vorher die Gebühren in den Produktpreis mit rein kalkulieren.

Sofortüberweisung

Auch hier müsst ihr Euch vorher bei Sofortüberweisung anmelden und gebt dann wieder in wpShopGermany Kunden-Nr., Projekt-Nr., Projekt Passwort usw. ein. Das war´s auch schon.

Kosten für Einrichtung: 59,90 € zzgl. MwSt. einmalig
Kosten für Systembereitstellung: 4,90 € monatlich zzgl. MwSt.
Kosten Gebühr: ab 0,9% pro Transaktion zzgl. MwSt.

5. Testen, testen, testen

Ich habe den Bestellprozess immer und immer wieder durchgeführt und jedes Mal ist mir wieder etwas aufgefallen was ich anders haben wollte. Und selbst als ich dachte „Jepp, jetzt raus damit!“, ist mir wieder etwas untergekommen was nicht so ganz rund lief.

Holt Euch vorher 1-2 unbedarfte User denen ihr über die Schulter schaut während sie Euren Online-Shop bedienen. Sprecht dabei nicht und beobachtet einfach nur. Notiert Euch alles was Euch auffällt. Wo stockt er? Wo sucht er? Was funktioniert nicht?
Und dann ändert es.

Habt immer ein offenes Ohr wenn ihr mit anderen sprecht. Nichts ist wertvoller als Kunden die Euch Feedback geben.

Fazit

Ein eigener Online-Shop ist machbar und wie ihr seht braucht es gar nicht so viel um einen ordentlichen Shop zum Laufen zu bringen:

  • WordPress installieren
  • Nützliche Basis Plugins für Sicherheit, SEO, Backups installieren, aktivieren
  • wpShopGermany kaufen, installieren, aktivieren
  • wpShopGermany Erweiterungen für z.B. Rechnung kaufen und aktivieren
  • Wichtige Seiten wie Impressum, Datenschutz, AGB, Wiederruf anlegen wenn nicht bereits von wpShopGermany durchgeführt
  • rechtssichere Texte über z.B. IT-Recht Kanzlei München in wpShopGermany integrieren
  • Bezahlmethoden einbinden
  • Produkt erstellen
  • Bestellprozess testen
  • Testen
  • Testen
  • Going online und sich freuen!

Jetzt wisst ihr in ungefähr welche Arbeit und (laufende) Kosten in diesem Online-Shop-Projekt drinnen stecken.

Das einzige was ihr dann noch braucht ist Zeit und weiterhin die Lust an Eurem Online-Shop zu arbeiten.

Ob Eure Produkte dann gekauft werden steht wieder auf einem anderen Blatt und wäre fast ein eigener Beitrag wert.

P.S. Ich werde bestimmt auch noch ein kleines Online-Shop-Paket schnüren. Für alle die ich bei ihrem persönlichen Online-Shop helfen darf.

Veröffentlicht von: Marjeta Prah-Moses

Seit 2009 selbständig, ist Wordpress nun seit über sieben Jahren meine Leidenschaft. Von Entrepreneure, über Grafiker, bis zu den kleinen, mittelständischen Unternehmen, unterstütze ich alle die sich auf den Weg zur eigenen Website machen.

Categories: Wordpress

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